L-Arginin: Was ist das und wofür ist es gut?
L-Arginin ist eine Aminosäure mit einer klar definierten biochemischen Funktion.
Wir erklären, was wissenschaftlich belegt ist – und warum die EU-Kommission 2013 offiziell entschieden hat, keine gesundheitsbezogene Angabe dafür zuzulassen.
L-Arginin kurz & kompakt
- Was: L-Arginin ist eine Aminosäure, die der Körper teilweise selbst bildet.
- Funktion: Baustein für die Proteinsynthese; Ausgangsstoff für die körpereigene Bildung von Stickstoffmonoxid.
- Quellen: Nüsse, Samen, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Sojaprodukte.
- Wichtig: Die EU-Kommission hat 2013 offiziell entschieden, für L-Arginin keine gesundheitsbezogene Angabe zuzulassen – EFSA konnte keine wirksame Tagesmenge wissenschaftlich festlegen.
Inhaltsverzeichnis
Was ist L-Arginin?
L-Arginin ist eine Aminosäure – ein Baustein für Proteine. Der Körper kann diese Aminosäure teilweise selbst herstellen, weshalb sie zu den sogenannten bedingt essenziellen Aminosäuren zählt: In bestimmten Lebensphasen oder Belastungssituationen kann der Bedarf die körpereigene Produktion übersteigen.
L-Arginin: biochemische Funktion im Körper
Sie erfüllt im Körper zwei zentrale Aufgaben: Sie ist zum einen ein notwendiger Baustein für die Proteinsynthese. Zum anderen dient diese Aminosäure als Ausgangsstoff (Substrat) für die körpereigene Bildung von Stickstoffmonoxid über das Enzym eNOS – einem Signalmolekül, das unter anderem an der Regulation der Weite von Blutgefäßen beteiligt ist. Die Entdeckung von Stickstoffmonoxid als Signalmolekül im Herz-Kreislauf-System wurde 1998 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin gewürdigt.
Warum die EU 2013 keine Angabe zugelassen hat
L-Arginin und L-Citrullin im Vergleich
L-Citrullin ist eine verwandte Aminosäure, die in der Niere zu L-Arginin zurückverstoffwechselt werden kann und so indirekt zur Verfügbarkeit von L-Arginin im Körper beiträgt.
| L-Arginin | L-Citrullin | |
|---|---|---|
| Biochemischer Weg | Direktes Substrat für eNOS → Stickstoffmonoxid | Wird in der Niere zu L-Arginin umgewandelt |
| EFSA-zugelassene Angabe | Nein (Verordnung 536/2013) | Nein |
| Natürliche Quellen | Nüsse, Fleisch, Fisch, Milchprodukte | Wassermelone, einige Hülsenfrüchte |
Beide Aminosäuren kommen gemeinsam in Herbalife Niteworks vor. Dort wird auch erklärt, welche Rolle Nobelpreisträger Louis Ignarro bei der Erforschung dieses Stoffwechselwegs spielte.
Natürliche Nahrungsquellen
Diese Aminosäure kommt in proteinreichen Lebensmitteln vor, unter anderem in:
- Nüssen und Samen (z.B. Kürbiskerne, Erdnüsse)
- Fleisch und Fisch
- Milchprodukten
- Sojaprodukten
L-Arginin als Nahrungsergänzung
Entsprechende Präparate werden häufig im Sportbereich verwendet. L-Arginin ist über den Stickstoffmonoxid-Signalweg an der Regulation der Gefäßweite beteiligt; bei gleichzeitiger Einnahme von Nitrat-Medikamenten oder PDE5-Hemmern (z.B. bei Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschrieben) sollte daher vorab ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch bei Schwangerschaft, Stillzeit oder weiteren Vorerkrankungen gilt: vor der Einnahme mit einem Arzt sprechen.
Weiterführende Artikel
- Herbalife Niteworks: L-Arginin, Stickstoffmonoxid und Louis Ignarro — das Herbalife-Produkt mit L-Arginin, L-Citrullin und L-Taurin im Detail.
Häufig gestellte Fragen zu L-Arginin
Was ist L-Arginin?
L-Arginin ist eine Aminosäure, die der Körper teilweise selbst herstellen kann. In bestimmten Lebensphasen oder Situationen kann der Bedarf die körpereigene Produktion übersteigen, sodass zusätzliche Zufuhr über die Nahrung sinnvoll sein kann.
Wofür wird diese Aminosäure im Körper benötigt?
Sie ist ein Baustein für die Proteinsynthese und dient als Ausgangsstoff für die körpereigene Bildung von Stickstoffmonoxid, einem Signalmolekül, das an der Regulation der Gefäßweite beteiligt ist.
Warum gibt es keine EFSA-zugelassene Angabe für L-Arginin?
Die EU-Kommission hat 2013 mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 536/2013 offiziell festgestellt, dass für L-Arginin keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen wird. Grund war, dass die EFSA keine wissenschaftlich fundierte Tagesmenge festlegen konnte, ab der die beschriebene physiologische Wirkung eintritt.
Was ist der Unterschied zwischen L-Arginin und L-Citrullin?
L-Arginin wird direkt über das Enzym eNOS zu Stickstoffmonoxid umgewandelt. L-Citrullin wird dagegen in der Niere zu L-Arginin zurückverstoffwechselt und kann so indirekt zur Verfügbarkeit von L-Arginin im Körper beitragen. Für keine der beiden Aminosäuren liegt eine EFSA-zugelassene gesundheitsbezogene Angabe vor.
In welchen Lebensmitteln kommt diese Aminosäure vor?
U.a. in Nüssen, Samen, Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Sojaprodukten.
Kann L-Arginin mit Medikamenten wechselwirken?
L-Arginin ist über den Stickstoffmonoxid-Signalweg an der Regulation der Gefäßweite beteiligt. Bei gleichzeitiger Einnahme von Nitrat-Medikamenten oder PDE5-Hemmern sollte daher vorab ärztlicher Rat eingeholt werden.
Welches Herbalife-Produkt enthält L-Arginin?
Niteworks enthält L-Arginin, L-Citrullin und L-Taurin.
Wissenschaftliche Quellen
- The Nobel Assembly at Karolinska Institutet: The Nobel Prize in Physiology or Medicine 1998 – Robert F. Furchgott, Louis J. Ignarro, Ferid Murad, „for their discoveries concerning nitric oxide as a signalling molecule in the cardiovascular system“. Zur Nobelpreis-Zusammenfassung
- Durchführungsverordnung (EU) Nr. 536/2013 der Kommission vom 11. Juni 2013 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 (Nichtzulassung einer gesundheitsbezogenen Angabe für L-Arginin). Zur Verordnung
- EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel. Zur Verordnung
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei bestehenden Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft oder Stillzeit sprechen Sie vor der Einnahme von L-Arginin-Präparaten mit einem Arzt.
